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Lieder, die heute noch Ohrwürmer sind

Begeisterndes Konzert mit der Sopranistin Evelyn Keller

Geisenfeld (wok) Zu einem Konzert mit Liedern aus den 1920er, 1930er und 1940er Jahren ist die Sopranistin Evelyn Keller am Sonntag nach Geisenfeld gekommen. Mitgebracht hatte sie das siebenköpfige Gentleman Orchester.

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Die Sängerin verzauberte das Publikum im voll besetzten Rathaussaal mit ihrer Stimme, ihrer Ausstrahlung und ihren teils schelmischen Liedinterpretationen. Vor allem sang sie Melodien aus alten Spielfilmen wie etwa "Du hast Glück bei den Frau´n Bel Ami" oder "Für eine Nacht voller Seligkeit" aus Helmut Käutners Film "Wir machen Musik". 

Verschmitzt kündigte die Sopranistin auch einen kleinen Anschlag auf ihren Pianisten an, nämlich das recht anspruchsvolle Klaviersolo "Bugatti Step" von Jaroslav Jezek. Als Hommage an Kulturstadträtin Henriette und ihren Gatten, Bürgermeister Christian Staudter, sang sie später "Was kann so schon sein" (wie die Liebe). Ganz frech daher kam die Sängerin mit dem Lied aus dem Jahr 1927 von Fritz Löhner-Beda "Benjamin, ich hab nichts anzuziehen", womit sie vielen der Frauen im Saal aus der Seele sang. Mit "It don´t mean a thing" gab es auch ein Solo für das Orchester zu hören, wobei die Musiker immer wieder auch als Solisten brillierten. Mit "Bei mir bist du schön" von Jacob Jacobs sollte das Konzert enden, doch ohne weitere Zugaben kam die Sängerin nicht von der Bühne und erntete einen donnernden Schlussapplaus.
 

Quelle: Donaukurier

(Verfasser: Kollmeyer)